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Kompetenznetzwerk Schule Arbeitsbewertungs-Check für Lehrerinnen und Lehrer auf vbe.de


16/05 2006:
Endbericht vorgestellt

 

tlv stellt Endbericht der tlv Umfrage zur Lehrergesundheit in Thüringen vor

Pressedienst


15/05 2006:
Lehrergesundheit Thema im Thüringer Landtag

 

Die "tlv Umfrage zur Lehrergesundheit in Thüringen" wird über eine so genannte "kleine Anfrage an die Landesregierung" des Abgeordneten Volker Emde (CDU), Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Thema im Thüringer Landtag.

Hier der Wortlaut dieser Anfrage vom 28.03.06 und die Antwort durch das Thüringer Kultusministerium vom 10.05.06 als pdf-Dokument.

 

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Genervt, geliebt, gescholten


Lehrer zwischen allen Stühlen

Immer mehr Lehrer krank durch Beruf

 

Alle Kinder haben eine unstillbare Lust aufs Lernen, bevor sie in die Schule kommen.

Wer ist dafür verantwortlich, dass ihnen die Lust vergeht, sobald sie drin sind?

Die Antwort scheint schnell gefunden: an den Lehrern. Die arbeiten nur vormittags, haben einen sicheren Job und lange Ferien.

 

So miserabel wie heute waren Stand und Ansehen der Lehrer noch nie. Immer weniger von ihnen kommen mit diesen Anfeindungen und dem Schulstress zurecht.

 

Nur noch 16 Prozent der Thüringer Pädagogen fühlt sich im Job wirklich wohl. Lehrer zwischen allen Stühlen - woran liegt's und wo ist der Ausweg?

 

 

In dieser Sendung wird Rolf Busch, Vorsitzender des tlv thüringer lehrerverband, in einem Interview seine Sicht der Situation der Thüringer Lehrerinnen und Lehrer in Auswertung der vielbeachteten Lehrergesundheitsstudie aufzeigen.

 

Die Gäste im Studio:

 

Professor Jens Göbel, Thüringer Kultusminister

Rolf Busch, Landesvorsitzender des tlv thüringer lehrerverband

 

zugeschaltet: Dr. Bernhard Bueb, Bildungskritiker

 

Thüringen exklusiv am 29. März 2006

Beginn: 20.15 Uhr

 


tlv Umfrage zur Lehrergesundheit in den Medien
Endbericht vorgestellt
Lehrergesundheit Thema im Thüringer Landtag
Genervt, geliebt, gescholten
Freies Wort - Artikel
Thüringer Allgemeine - Karikatur
OTZ Artikel
Thüringer Allgemeine - Artikel
Freies Wort - Artikel
OVZ Artikel
Artikel BBV-Net
ddp bei Yahoo!
AP bei Yahoo!
Beitrag im mdr thüringen journal
dpa Artikel unter TLZ.de
Artikel unter www.mdr.de
Pressekonferenz 07.02.06
tlv Umfrage zur Lehrergesundheit - erste Ergebnisse
Thüringer Allgemeine - Artikel
tlv Umfrage zur Lehrergesundheit in Thüringen

11/02 2006:
Freies Wort - Artikel

 

GEDANKEN ZUR WOCHE

Autoritäten

 

VOLKER KRING ZU EINER STUDIE ÜBER DEN LEHRERBERUF

 

Haben Sie ihn zu Weihnachten auch wieder im Fernsehen gesehen – den Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“? Ein wunderbarer Film. Allerdings mit einer äußerst bemitleidenswerten Gestalt. Nein, ich meine nicht die garstige Schwiegermutter.

Erinnern Sie sich an den dicken Mann auf dem kleinen Pferd, der ständig „Aber Königliche Hoheit“ ruft? Genau, ich meine den Präzeptor. Ein Urbild des Lehrers, der sich stets vergeblich um die Bildung der ihm anvertrauten Schäfchen müht. Anstatt Latein, Geschichte und das Staatswesen zu studieren, büxen der Prinz und seine Gefährten dem Mann immer wieder aus, um im Wald herumzujagen.

 

Aber nicht nur im Märchen, auch in der Realität sind viele Pädagogen offenbar in ähnlich bejammernswerter Situation. Nach einer in dieser Woche vorgestellten Studie fühlen sich weit mehr als die Hälfte der Thüringer Lehrer von ihrem Beruf überfordert und resignieren. 26 Prozent sagen sogar, dass ihr Beruf sie verzweifeln lässt. Auch bundesweit sind die Zahlen nicht besser.

 

Was also ist los an den Schulen im Land der Dichter und Denker? Ich glaube, das Grundproblem ist dem im Märchenfilm ganz ähnlich. Es ist die Sache mit der Autorität. Was kann ein Lehrmeisterlein schließlich schon gegen einen Königssohn ausrichten? Nun sind unsere Schulen zwar nicht gerade gefüllt mit Prinzessinnen und Prinzen, doch unserer demokratischen Gesellschaft ist das offene Hinterfragen von Autoritäten imanent. Dazu kommt, dass das gesellschaftliche Klima auf Grund der bekannten sozialen Verhältnisse in den vergangenen Jahren merklich rauer geworden ist.

 

Die aktuelle Lehrergeneration bekommt das täglich hautnah zu spüren. Im Gegensatz zu ihren Vorfahren in anderen Gesellschaftssystemen, wie wir das auch in der DDR noch erlebt haben, sind sie nicht mehr in gleichem Maße Kraft ihres Amtes Autoritäten. Sie müssen sich zunehmend als Lehrer erst behaupten – vor den Schülern und, wie man immer wieder hört, auch gegenüber deren Eltern. Aus dem täglichen Sich-Erwehren-Müssen resultieren häufig Resignation oder reiner Selbstschutz. Das Ergebnis ist das gleiche: Im Unterricht wird nur noch der reine Lehrstoff vermittelt, in der Form „friss oder stirb“. Die Spirale von immer starreren Fronten auf beiden Seiten ist in Gang gesetzt. Übrig bleiben frustrierte, kranke Lehrer. Und Schüler, die wenig wissen.

 

Dabei liegt gerade in dem Problem vielleicht auch eine Chance. Gute Lehrer, die es in jeder Lehrergeneration gibt, beweisen das. Sie haben ihre Autorität nicht auf Grund ihres Amtes erworben, sondern sie sich erarbeitet. Ein allgemein gültiges Rezept, wie das geht, gibt es sicher nicht. Doch wenn ich an die Lieblingslehrer aus meiner Kindheit zurückdenke, finde ich vielleicht doch den ein oder anderen Hinweis: Offenheit gegenüber der Art und den Problemen der Jugend, Wohlwollen, bei einigen Kumpelhaftigkeit, aber immer auch ein rechtes Maß an Strenge.

 

Auch der Präzeptor im Film hätte an Autorität gewinnen können, hätte er es verstanden, die Vorteile seines Etikette-Unterrichts seinen blaublütigen Schülern plausibel zu machen. So aber fallen der Prinz und seine beiden Begleiter beim Nachstellen der Lehrstunde mit Handküssen, Tanzschritten und Verbeugungen im Wald vor Lachen in den Schnee. Doch wie in jedem guten Märchen (und mitunter auch im Leben) rächt sich das am Ende ein wenig. Weil er es nicht besser kann, latscht der Prinz dem Aschenbrödel beim Tanzen auf die Füße.

 


09/02 2006:
Thüringer Allgemeine - Karikatur



08/02 2006:
OTZ Artikel

Zwischenauswertung einer Umfrage zur Gesundheit der Pädagogen vorgestellt

Von OTZ-Redakteur Henning Johr Nur vier Prozent der Lehrer in der Bundesrepublik erreichen das reguläre Pensions- oder Rentenalter. Pädagogen scheiden außerdem viel früher aus dem aktiven Dienst als alle anderen verbeamteten Berufe.

 

 

Nach einer Zwischenauswertung einer Umfrage zur Lehrergesundheit in Thüringen kommt Professor Uwe Schaarschmidt von der Uni Potsdam zu dem Schluss, der Berufszweig muss mit überproportionalen Risiken fertig werden. Nur 16 Prozent der Frauen und Männer äußern Zufriedenheit sowie allgemeines Wohlbefinden im Beruf und geben an, im richtigen Maß belastet zu sein. Diese Zahl liegt noch unter dem Bundestrend von 17 Prozent, sagte der Wissenschaftler gestern bei der Vorstellung der vorläufigen Studie in Erfurt. Relativ gering mit 20 Prozent ist der Anteil der Pädagogen, die in Folge von Unzufriedenheit reduziertes berufliches Engagement angeben (Bund: 23Prozent).

 

Wenn es allerdings um eine Gesundheitsgefährdung durch Selbstüberforderung geht, werden mit 38 Prozent deutlich höhere Ergebnisse ausgewiesen als im bundesrepublikanischen Schnitt von 30 Prozent. Dieses Risikomuster schließt exzessive Verausgabung, verminderte Erholungsfähigkeit und die Gefahr des völligen Ausbrennens ein. Wer als Lehrer diese Stufe erreicht hat, steht oft genug vor Resignation und Verzweiflung. Für Schaarschmidt eine Variante des Burn out, was soviel wie völlige Erschöpfung bedeutet. Jeder Vierte gehört in diese Kategorie, die mit reduziertem Engagement, Niedergeschlagenheit und Einschränkung des Selbstwertgefühls verbunden ist (Bund: 29 Prozent). Die Selbstüberforderung ist besonders häufig an Grundschulen anzutreffen (51 Prozent). An den Regelschulen liegt die Resignation weit vorn (30 Prozent). Für Frauen sind die Gesundheitsrisiken stärker ausgeprägt als für Männer.

 

Die Lehrer beklagen auch zuwenig Freizeit für Erholung und Entspannung. Die Männer gaben dafür 15,4 und die Frauen lediglich 11,6 Stunden in der Woche an. "Das widerspricht völlig dem öffentlichen Bild, wonach die Lehrer jeden Nachmittag frei und grundsätzlich zuviel Ferien haben", stellte der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch, fest. Andererseits gibt es in der Lehrerschaft eine vergleichsweise geringe Zahl von Krankentagen.

 

Insgesamt bietet sich in Thüringen kein anderes Bild als in den anderen Ostländern, sagte Schaarschmidt. Im Vergleich zum Westen ist in den neuen Ländern die Selbstüberforderung ausgeprägter. Im Westen tritt Resignation schneller ein. "Die Studie lässt erkennen, dass trotz hoher Belastung die Verbundenheit mit dem Beruf groß ist", erklärte der Wissenschaftler. 70 Prozent der Männer und 78 Prozent der Frauen würden sich wieder für dieses Studium entscheiden.

 

Für Busch offenbart die Erhebung "bedenkliche Muster". Es dürften nicht immer nur höhere Anforderungen gestellt werden. Der Verzicht auf manch fragwürdige Vorschrift der Vergangenheit würde den Berufsstand schon entlasten, erklärte er. Kopfnoten und Kompetenzbögen sind doppelt gemoppelt, sagte er und forderte von der Politik eins von beiden wegzulassen. Der Verbandschef verlangte auch mehr Anerkennung und Unterstützung durch die gesamte Gesellschaft. Als erste Reaktion auf die Ergebnisse wird der Verband vom 20. Februar bis zum 1. März an acht Orten des Landes Gesundheitstage als Fortbildungsveranstaltung anbieten.

 

Für das Kultusministerium waren die Ergebnisse keine große Überraschung. "Es wurde im Prinzip bestätigt, was als Bundestrend seit Jahren bekannt ist", betonte Ministeriumssprecher Detlef Baer. Er verwies auf zahlreiche Prophylaxe-Maßnahmen im Land. Das beginne beim betriebsärztlichen Dienst und reicht bis zu verschiedenen Kursen des Lehrerbildungsinstitutes. Es sei wichtig, bereits bei der Studienberatung auf die speziellen Belastungen in dem Beruf hinzuweisen. Nach seinen Angaben wird in diesem Jahr das Lehrerbildungsgesetz so novelliert, dass junge Lehrer in der Berufseinstiegsphase eine besondere Fürsorge erhalten.

 

An der Studie haben sich 4953 von insgesamt 26 962 Thüringer Lehrern beteiligt. Bisher hat das Institut 1936 Bögen ausgewertet. Drei Wochen wird es noch bis zur Fertigstellung dauern, so Schaarschmidt. Zitat: Es ist nirgendwo gesund, Lehrer zu sein. Prof. Uwe Schaarschmidt, Institut für Psychologie der Universität Potsdam

 

 

Kommentar

Allein gelassen

 

Mit Arbeit kann man sich das ganze Leben versauen.

 

Was normalerweise so flapsig dahergesagt ist, ist für manche Berufe bitterer Ernst. Es gibt eben Jobs mit signifikant geringer Lebenserwartung und höherem Krankheitsrisiko. Die Pädagogen gehören laut Studie der Uni Potsdam anscheinend dazu. 20 Prozent derjenigen, die Unzufriedenheit, Verzweiflung und Niedergeschlagenheit angeben, sind völlig ausgepowert, sagte Professor Uwe Schaarschmidt. Die sollten nicht mehr vor eine Klasse treten und eigentlich was anderes machen, meinte er.

 

Die Pädagogen selbst fühlen sich im Bildungs- und Erziehungsauftrag allein gelassen. Sie kritisieren die geringe Unterstützung durch die Gesellschaft und bemängeln, dass es von Eltern kaum Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Schule gibt.

 

Vor allem mit dem zweiten Punkt haben sie unbedingt Recht. Das fängt bei der Vermittlung von Werten wie Fleiss, Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, von Ordnungssinn und Pflichtgefühl an. Das ist zuvorderst Aufgabe des Elternhauses.

 

Was die Eltern davon den Kindern vermitteln, brauchen die Lehrer nicht mehr nachzuholen. Dann ist der Faktor Spaß im Beruf bestimmt auch wieder höher.jo

 


08/02 2006:
Thüringer Allgemeine - Artikel

Lehrer fühlen sich überfordert

 

Nur 16 Prozent der für eine Studie befragten Thüringer Lehrer fühlen sich belastbar, sind engagiert und zufrieden. Fast zwei Drittel gehören zu Risikogruppen, haben resigniert, sehen sich überfordert.

 

ERFURT (TA). 26 Prozent der von Wissenschaftlern der Universität Potsdam befragten Lehrer gaben an, besonders unzufrieden, niedergeschlagen, verzweifelt zu sein. Diese schlimmste Risikogruppe betrifft vor allem Lehrer aus Regelschulen. Die Thüringer Zahlen entsprächen dem bundesweiten Trend, sagte Prof. Uwe Schaarschmidt, der die Untersuchung leitete, bei Vorstellung erster Ergebnisse der Befragung an 417 Schulen. In der anderen Risikogruppe sehen sich 38 Prozent in ihrer Belastbarkeit eingeschränkt, dies betrifft vor allem die Grundschullehrer.

 

In ihrer Selbstreflexion hätten die Lehrer sogar schlechter abgeschnitten als Berufsgruppen wie Krankenschwestern oder Polizisten, so die Wissenschaftler.

 

Der Thüringer Lehrerverband TLV nannte als Ursache für das schlechte Berufsbild, dass viele Lehrer sich von Behörden, Politikern und Eltern mit ihren Problemen allein gelassen fühlten.

 

Resigniert und unzufrieden

 

Von Angelika REISER-FISCHER "Nur weil ein Lehrer von der Schule träumt, hat er noch keinen Traumberuf", das sagt der Chef des Thüringer Lehrerverbandes (TLV) Rolf Busch und hat Mitleid mit den Kollegen. Im Vergleich zu Polizisten oder Krankenschwestern fühlen sie sich laut einer Studie weit stärker belastet.

 

THÜRINGEN. Fast zwei Drittel der Thüringer Lehrer fühlen sich unzufrieden, ausgebrannt, überfordert, sie resignieren. Das liegt leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 59 Prozent - Ergebnis einer Befragung des TLV mit dem Institut für Psychologie der Universität Potsdam an 450 Grund-, Förder-, Regelschulen, Gymnasien, berufsbildenden Schulen (TA berichtete) im Land. 13 000 Fragebögen waren ausgesandt worden, die Schulen beteiligten sich freiwillig an der Studie. Knapp 5000 gingen bis Weihnachten aus 417 Schulen ein und 2000 sind bis jetzt von den Wissenschaftlern ausgewertet worden und ergaben das Bild.

 

Dabei hatten die Experten die Antworten in vier Kategorien eingeteilt. Abteilung G: Die Lehrer sind engagiert, zufrieden und belastbar - in Thüringen 16 Prozent der Befragten, bundesweit 17 Prozent. Abteilung S: Die Lehrer reduzieren ihr berufliches Interesse, suchen sich andere Betätigungsfelder, fühlen sich aber recht wohl - in Thüringen 20 Prozent, bundesweit 23. Risikomuster A: Die Lehrer verausgaben sich ständig, können sich nicht mehr richtig erholen, sind unzufrieden - in Thüringen 38 Prozent, bundesweit jedoch nur 30. Am schlimmsten dran sind die Lehrer mit Risikomuster B: Sie können sich kaum noch engagieren, sind unzufrieden, niedergeschlagen, verzweifelt - in Thüringen trifft dies auf 26 Prozent der Befragten zu, bundesweit 29. Und es ist zu befürchten, dass das nicht nur jene so sehen, die einen ausgefüllten Fragebogen abschickten.

 

15,4 Erholungsstunden gaben die Thüringer Lehrer pro Woche inklusive den Wochenenden an, 11,6 Stunden die Lehrerinnen - weniger als in Berufsgruppen wie der Polizisten oder Krankenschwestern, sagen die Potsdamer. Nur 20 Prozent der in Thüringen an der Studie beteiligten Lehrer und elf Prozent der Lehrerinnen denken, dass ihre Kraft bis zum Pensionsalter reichen wird.

 

Die Wissenschaftler forschen seit sechs Jahren zum Thema und stellen in nunmehr 13 Bundesländern fest: "Es ist nirgends gesund, Lehrer zu sein", so der Leiter der Studie Prof. Uwe Schaarschmidt. Er musste sogar konstatieren, dass rund 20 Prozent der Lehrergruppe, die sich am meisten belastet fühlt, eigentlich für den Beruf gar nicht mehr geeignet und nur noch ein Häufchen Unglück ist - eine Belastung übrigens auch für die Schüler.

 

Der TLV nannte Gründe für die traurige Selbstreflexion der Lehrerschaft: "Zu wenig Anerkennung in der Gesellschaft, von Eltern, Behörden, dafür immer neue Aufgaben", klagte TLV-Chef Rolf Busch. So versteht er beispielsweise nicht, warum Kompetenzbögen und Kopfnoten parallel eingeführt wurden und niemand den Lehrern sagt, ob damit überhaupt etwas besser wurde. Auch fehle es an würdigen Alternativen für betagte Lehrer, die noch nicht in Rente gehen können. Dies alles gefährde die Gesundheit der Pädagogen.

 

Das Kultusministerium nennt die Ergebnisse als "im Trend liegend". Die Lehrerstudenten müssten besser auf Belastungen vorbereitet werden. Weiterbildung müsse ran, um Pädagogen Strategien zu vermitteln, wie man sich selbst besser organisiert, Zeit einteilt. Vielleicht täte ihnen auch ein Kurs in Traumdeutung gut.

 


08/02 2006:
Freies Wort - Artikel

SCHULSTRESS

Nur noch raus aus dem Lehrer-Beruf

 

Über den Witz, dass ein Lehrer am Vormittag Recht und am Nachmittag frei hat, kann Rolf Busch nicht lachen. Schließlich kennt der Chef des Thüringer Lehrerverbandes die Studie, der zufolge die Mehrzahl der Pädagogen gesundheitsgefährdet ist.

ERFURT – Viele Lehrer verzweifeln, trotzdem würden rund drei Viertel ihren Beruf trotz allen Mühsals wieder ergreifen. Kommt es also wieder einmal auf die Perspektive an? Zumindest nach der Selbstwahrnehmung der Thüringer Pädagogen, die der mit der Studie beauftragte Psychologie-Professor Uwe Schaarschmidt von der Universität Potsdam gestern darlegte, bedeutet der Lehrerberuf eine erhebliche Gesundheitsgefahr. Die meisten Klagen zielen auf das Verhalten der Schüler, das Desinteresse von Eltern an einer Zusammenarbeit und auf fehlende Unterstützung von Fachbehörden. „Man engagiert sich“, beschreibt Lehrerverbands-Chef Busch, „aber man hat den Eindruck, nichts zurück zu bekommen.“

 

Dass sich zwei Drittel der Lehrer entweder überfordert fühlen oder bereits resigniert haben, ist jedoch keine Thüringer Besonderheit. „Das ordnet sich in die Ergebnisse für ganz Ostdeutschland ein“, sagt Schaarschmidt. Allerdings neigen Pädagogen aus den neuen Ländern eher dazu, sich selbst zu überfordern, Westlehrer resignieren dagegen öfter. Doch groß sind die regionalen Unterschiede nicht, so dass Schaarschmidt resümiert: „Es ist nirgendwo gesund, Lehrer zu sein.“

 

Keine andere Berufsgruppe weist ihm zufolge so hohe Werte bei Selbstüberforderung und Resignation auf. Das bleibt nicht ohne Folgen. Die subjektiven Beschwerden über ihren Beruf münden bei vielen Lehrern in psychosomatische Erkrankungen. „Die Rate ist vier- bis fünfmal höher als in anderen Berufen“, sagt Schaarschmidt. Überdies gingen Lehrer deutlich früher als die ähnlich beanspruchten Polizisten und Pflegekräfte in Rente.

 

„Ich habe Gespräche erlebt, die man nie vergisst“, sagt Lehrerverbands-Chef Busch. Verzweifelte Pädagogen hätten nur noch raus aus dem Beruf gewollt, Abfindungen seien ihnen völlig egal gewesen. Gerade an Berufsschulen, so hört man immer wieder, geht es oft drunter und drüber.

 

Der Thüringer Lehrerverband will als Konsequenz auf die Studie schon ab übernächster Woche Lehrergesundheitstage veranstalten. Doch ein Perspektivwechsel der Pädagogen auf ihren Beruf reicht offenkundig nicht aus. „Man kann den Lehrern nicht nur positives Denken beibringen, damit sie die Dinge weniger schlimm sehen“, sagt Psychologe Schaarschmidt. „Es geht darum, die Probleme zu beheben.“ (ek)

 

 


08/02 2006:
OVZ Artikel

Verzweifelt, überfordert, resigniert

 

Erfurt. Über den Witz, dass ein Lehrer am Vormittag Recht und am Nachmittag frei hat, kann Rolf Busch nicht lachen. Der Chef des Thüringer Lehrerverbandes legte jetzt eine Studie vor, wonach die Mehrzahl der Pädagogen gesundheitsgefährdet ist.

 

Bei der großangelegten Befragung gaben 26 Prozent der Thüringer Lehrer an, dass ihr Beruf sie verzweifeln lässt. Überdies klagten 38 Prozent der Pädagogen darüber, sich zu überfordern und zu wenig Erholung zu haben. Die Gegenseite: Rund drei Viertel der Lehrer würden ihren Beruf trotz aller Mühsal wieder ergreifen. Und im Vergleich mit ähnlichen Berufsgruppen sind Lehrer deutlich weniger krank.

 

Kommt es also wieder einmal auf die Perspektive an? Zumindest nach der Selbstwahrnehmung der Thüringer Pädagogen, die der mit der Studie beauftragte Psychologie-Professor Uwe Schaarschmidt von der Universität Potsdam gestern darlegte, bedeutet der Lehrerberuf eine erhebliche Gesundheitsgefahr. Die meisten Klagen zielen auf das Verhalten der Schüler, das Desinteresse von Eltern an einer Zusammenarbeit und auf fehlende Unterstützung von Fachbehörden. "Man engagiert sich", beschreibt Lehrerverbands-Chef Busch ein weit verbreitetes Gefühl, "aber man hat den Eindruck, nichts zurück zu bekommen."

 

Dass sich zwei Drittel der Lehrer entweder überfordert fühlen oder bereits resigniert haben, ist jedoch keine Thüringer Besonderheit. "Das ordnet sich in die Ergebnisse für ganz Ostdeutschland ein", sagt Schaarschmidt. Seit sechs Jahren befragt sein Potsdamer Institut bundesweit Lehrer. Dabei hat der Psychologe Ost-West-Unterschiede, aber auch zwischen Nord und Süd, festgestellt.

 

Demnach neigen Pädagogen aus den neuen Ländern eher dazu, sich selbst zu überfordern, Westlehrer resignieren dagegen öfter. Je weiter man nach Süden kommt, desto mehr heitert sich das Gemüt der Lehrer auf. Doch groß sind die regionalen Unterschiede nicht, so dass Schaarschmidt resümiert: "Es ist nirgendwo gesund, Lehrer zu sein."

 

Keine andere Berufsgruppe weist ihm zufolge so hohe Werte bei Selbstüberforderung und Resignation auf. Das bleibt nicht ohne Folgen. Die subjektiven Beschwerden münden bei vielen Lehrern in psychosomatische Erkrankungen. "Die Rate ist vier- bis fünfmal höher als in anderen Berufen", sagt Schaarschmidt. Überdies gingen Lehrer deutlich früher als die ähnlich beanspruchten Polizisten und Pflegekräfte in Rente.

 

"Ich habe Gespräche erlebt, die man nie vergisst", sagt Lehrerverbands-Chef Busch. Verzweifelte Pädagogen hätten nur noch raus aus dem Beruf gewollt, Abfindungen seien ihnen völlig egal gewesen. Gerade an Berufsschulen, so hört man immer wieder, geht es oft drunter und drüber. Ein Schulleiter aus Niedersachsen fragte kurz nach dem Attentat am Erfurter Gutenberg-Gymnasium in einem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Was ist schlimmer: Wenn eine Kollegin in der Grundschule mit âDu alte Fotze!' tituliert wird oder wenn einem Lehrer Prügel angedroht werden? Und wo hört es auf?"

 

Der Thüringer Lehrerverband will als Konsequenz auf die Studie schon ab übernächster Woche Lehrergesundheitstage veranstalten. Doch ein Perspektivwechsel der Pädagogen auf ihren Beruf reicht offenkundig nicht aus. "Man kann den Lehrern nicht nur positives Denken beibringen, damit sie die Dinge weniger schlimm sehen", sagt Psychologe Schaarschmidt. "Es geht darum, die Probleme zu beheben."

 

Eike Kellermann

 


07/02 2006:
Artikel BBV-Net

Viele Lehrer fürchten um ihre Gesundheit (Umfrage in Thr.)

 

Erfurt (rpo). Dass die Arbeit als Lehrer hin und wieder ganz schön stressig werden kann, bestreitet wohl niemand. Die Lehrer in Thüringen sehen die Lage allerdings etwas ernster. Eine neuen Umfrage zufolge befürchten zwei Drittel der Pädagogen, dass ihr Job sie auf Dauer krank macht. Glaubt man der Statistik, liegen die Lehrer mit ihrer Einschätzung gar nicht so falsch.

 

Demnach ist bei 64 Prozent der Befragten die Gesundheit entweder durch Selbstüberforderung oder durch Resignation und "Burn Out" gefährdet. Bundesweit liegt diese Zahl bei 59 Prozent. Lehrer leiden dabei besonders unter Problemschülern, Stress und fehlender Anerkennung.

 

Nur 20 Prozent der Lehrer und 11 Prozent der Lehrerinnen in Thüringen glauben, dass ihre Kraft voraussichtlich bis zum Pensionsalter ausreichen werde. Im Vergleich zu anderen untersuchten Berufsgruppen mit ähnlichen psychosozialen Belastungen wie Pflegepersonal oder Polizisten seien Lehrer besonders gefährdet, erklärte Uwe Schaarschmidt vom Institut für Psychologie der Universität Potsdam.

 

Psychische und psychosomatische Probleme

 

Die Anzahl psychischer und psychosomatischer Erkrankungen sei bei Lehrern vier- bis fünf Mal so hoch wie bei den vergleichbaren Berufen. Andererseits gebe es in der Lehrerschaft eine deutlich geringere Zahl von Krankentagen.

 

Deutlich wurde in der Studie auch, dass sich Lehrer mit den immer schwierigeren Bildungs- und Erziehungsaufgaben allein gelassen und nur unzureichend dafür gerüstet fühlen. Als ein entlastender Faktor wird ein gutes soziales Klima vor allem im Kollegium eingeschätzt.

 

Von den knapp 27.000 Thüringer Lehrern beteiligten sich fast 5.000 an der Fragebogen-Aktion. Die am Dienstag vorgestellten Ergebnisse basieren auf der Auswertung von knapp 2.000 dieser Fragebögen. Die vollständige Auswertung soll Ende März 2006 abgeschlossen sein.

 

Bundesweit waren im Rahmen der Studie "Psychische Gesundheit im Lehrerberuf" in den vergangenen sechs Jahren etwa 8.000 Lehrkräfte aus zwölf Bundesländern in die Untersuchung einbezogen.

 

Quelle: BBV-NET / 7.2.2006

 

 


07/02 2006:
ddp bei Yahoo!

Erstmals Lehrergesundheitstage in Thüringen

 

Dienstag 7. Februar 2006, 17:04 Uhr

 

Erfurt (ddp-lth). Der Thüringer Lehrerverband (TLV) veranstaltet in diesem Jahr erstmals Lehrergesundheitstage. Auf dem Programm stehen Vorträge und Workshops für Lehrer zum Thema Beruf und Gesundheit, wie TLV- Landeschef Rolf Busch am Dienstag in Erfurt mitteilte. Hintergrund der Veranstaltungen, die vom 20. Februar bis 1. März in acht Städten stattfinden, sind die Ergebnisse einer Studie zur beruflichen Belastung von Pädagogen. Diese wurde im Auftrag des TLV vom Institut für Psychologie der Universität Potsdam durchgeführt.

 

Ein Ergebnis der Befragung sei, dass Lehrer deutlich stärker unter zu hoher Belastung und negativem Stress litten als vergleichbare Berufsgruppen wie Krankenpfleger, Polizisten oder Strafvollzugsbeamte, sagte der Leiter der Studie, Uwe Schaarschmidt. Insgesamt klagten 64 Prozent der befragten Pädagogen über gesundheitsgefährdende Symptome.

 

Etwa 38 Prozent gaben an, ihre Gesundheit durch Selbstüberforderung zu strapazieren, sich zu verausgaben und nur noch eingeschränkt belastbar zu sein. Laut der in zwölf weiteren Bundesländern vorgenommenen Untersuchung klagen deutschlandweit 30 Prozent der Lehrer über solche Probleme. Rund 26 Prozent der Thüringer Pädagogen sagten, sie seien niedergeschlagen und verzweifelt, litten an Resignation bis hin zum Burn-out-Syndrom. Bundesweit sind es 29 Prozent.

 

Nur 16 Prozent der Pädagogen schätzen sich der Studie zufolge als gesund ein: sie engagieren sich mit Freude für ihren Beruf, sind belastbar und schöpfen aus der Arbeit Zufriedenheit. Etwa 20 Prozent der befragten Lehrer engagieren sich bewusst zurückhaltend, um sich vor Überforderung zu schützen.

 

Viele Lehrer fühlten sich der Studie zufolge nicht ausreichend gerüstet für ein schwieriger werdendes Lernumfeld, betonte Schaarschmidt. So fehle es den Pädagogen in den Schulpausen an Erholungsmöglichkeiten. Nach dem Unterricht seien nach Auffassung der Lehrer zu viele Vorbereitungs- und Korrekturarbeiten zu Hause nötig. Zudem würden nur wenige Eltern den Unterricht unterstützen. Die Aus- und Weiterbildung auf solche Probleme nicht ausreichend vor, kritisierten die befragten Lehrer.

 

Die Bildungsexpertin der Fraktion der Linkspartei.PDS, Michaele Reimann, forderte daraufhin eine veränderte Lehrerausbildung sowie bessere Unterstützung und Beratung für die Pädagogen. Oftmals müssten Pädagogen die Folgen unzureichender Rahmenbedingungen aus eigener Kraft ausgleichen, kritisierte sie. Schaarschmidt sagte, "die Lehrer geben viel Kraft und Zeit und bekommen wenig zurück».

 

Seinen Angaben zufolge erreichten 2004 bundesweit nur 4 Prozent der Lehrer das reguläre Rentenalter, alle anderen gingen früher in Pension. In Thüringen würden nur 20 Prozent der Lehrer und 11 Prozent der Lehrerinnen glauben, das Pensionsalter zu erreichen. An der Studie nahmen rund 4950 der insgesamt 26 950 Lehrer in Thüringen teil. Davon wurden bislang rund 1900 Fragebogen ausgewertet. (ddp)

 

 


07/02 2006:
AP bei Yahoo!

Lehrer in Thüringen sehen ihren Beruf als krank machend an

 

Dienstag 7. Februar 2006, 16:52 Uhr

 

Erfurt (AP) Fast zwei Drittel der Lehrer in Thüringen befürchten, dass ihr Beruf sie auf Dauer krank macht. Das geht aus am Dienstag vorgestellten ersten Ergebnissen einer Umfrage hervor, die der Thüringer Lehrerverband (TLV) im Rahmen einer bundesweiten Studie der Universität Potsdam durchgeführt hat. Demnach ist bei 64 Prozent der Befragten die Gesundheit entweder durch Selbstüberforderung oder durch Resignation und «Burn Out» gefährdet. Bundesweit liegt diese Zahl bei 59 Prozent. Lehrer leiden dabei besonders unter Problemschülern, Stress und fehlender Anerkennung.

 

Nur 20 Prozent der Lehrer und 11 Prozent der Lehrerinnen in Thüringen glauben, dass ihre Kraft voraussichtlich bis zum Pensionsalter ausreichen werde. Im Vergleich zu anderen untersuchten Berufsgruppen mit ähnlichen psychosozialen Belastungen wie Pflegepersonal oder Polizisten seien Lehrer besonders gefährdet, erklärte Uwe Schaarschmidt vom Institut für Psychologie der Universität Potsdam. Die Anzahl psychischer und psychosomatischer Erkrankungen sei bei Lehrern vier- bis fünf Mal so hoch wie bei den vergleichbaren Berufen. Andererseits gebe es in der Lehrerschaft eine deutlich geringere Zahl von Krankentagen.

 

Deutlich wurde in der Studie auch, dass sich Lehrer mit den immer schwierigeren Bildungs- und Erziehungsaufgaben allein gelassen und nur unzureichend dafür gerüstet fühlen. Als ein entlastender Faktor wird ein gutes soziales Klima vor allem im Kollegium eingeschätzt.

 

Von den knapp 27.000 Thüringer Lehrern beteiligten sich fast 5.000 an der Fragebogen-Aktion. Die am Dienstag vorgestellten Ergebnisse basieren auf der Auswertung von knapp 2.000 dieser Fragebögen. Die vollständige Auswertung soll Ende März 2006 abgeschlossen sein.

 

Bundesweit waren im Rahmen der Studie «Psychische Gesundheit im Lehrerberuf» in den vergangenen sechs Jahren etwa 8.000 Lehrkräfte aus zwölf Bundesländern in die Untersuchung einbezogen.

 


07/02 2006:
Beitrag im mdr thüringen journal

Link zum mdr Video


07/02 2006:
dpa Artikel unter TLZ.de

Studie: Lehrer in Thüringen sind stark gesundheitsgefährdet

Erfurt (dpa/th) - Ein Großteil der Thüringer Lehrer ist mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden und steht unter starker psychosozialer Anspannung. Das ergab eine Umfrage des Thüringer Lehrerverbandes (TLV) zur Lehrergesundheit im Freistaat. Knapp 5000 der rund 27 000 Lehrer aller Schularten beteiligten sich an der Studie, sagte TLV- Vorsitzender Rolf Busch am Dienstag in Erfurt. Zwei Risikofaktoren dominierten nach Auswertung von fast der Hälfte der Fragebögen: Selbstüberforderung und Resignation. - 07.02.2006 dpa

 


07/02 2006:
Artikel unter www.mdr.de

Debatte um Gesundheit der Thüringer Lehrer

In Thüringen ist eine Debatte um die Gesundheit von Lehrern aufgeflammt. Nach einer Studie des Lehrerverbands werden immer mehr Pädagogen durch ihren Beruf krank. Danach leiden mehr als 60 Prozent unter Stress, Problemschülern und fehlender Anerkennung. Der Thüringer Lehrerverband bezeichnete die Situation als alarmierend. Das Kultusministerium sieht in den Ergebnissen der Studie dagegen keine Alarmsignale. Ein Sprecher sagte, es werde seit Jahren gemeinsam mit den Lehrern daran gearbeitet, den Schulalltag und ihre Ausbildung zu verbessern.

 

Quelle: MDR 1 RADIO THÜRINGEN

 


Pressekonferenz 07.02.06



R. Busch und Prof. U. Schaarschmidt bei der Pressekonferenz am 07.02.06

tlv Umfrage zur Lehrergesundheit - erste Ergebnisse

07.02.2006 - Pressedienst 07.02.2006

tlv Umfrage zur Lehrergesundheit - erste Ergebnisse

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06/02 2006:
Thüringer Allgemeine - Artikel

Strichliste und Wutanfall

 

 

Es sind Ferien und so mancher wird sie den Kindern zwar gönnen, den 25 000 Lehrern im Land aber neiden. Doch haben sie´s wirklich besser als andere? Lehrergewerkschaften behaupten, es sei ein Stress-Job.

THÜRINGEN. Lehrer gehen mittags heim und haben dauernd Ferien - ein Klischee, das diesen Berufsstand seit Jahren und immer wieder ärgert, denn viele fühlen sich mit Mitte 50 ausgepowert und wollen in Rente. Wo sind die Kräfte zehrenden Fallen im Alltag des Lehrers? Der Thüringer Lehrerverband TLV wollte es genau wissen und machte deshalb eine Umfrage an rund 450 der insgesamt 937 Schulen im Land, gemeinsam mit dem Institut für Psychologie der Universität in Potsdam, das schon seit vielen Jahren an einer bundesweiten Lehrerstudie arbeitet. 66 Fragen waren zu beantworten und die Fragebögen bis Weihnachten zurückzuschicken. Auf einer Skala von Eins bis Fünf sollten die Lehrer das Arbeitsklima an der Schule, die Unterstützung durch die Schulbehörden, die Sauberkeit und Ruhe in der Schule, die Ausstattung mit Unterrichtsmitteln, Höflichkeit und Mitspracherecht der Schüler, das Klima im Kollegium, Ermutigung durch den Chef, Sinn und Effekt der Lehrerkonferenzen beurteilen. Morgen werden erste Ergebnisse veröffentlicht. Rund 13 000 Lehrer sollten befragt werden, knapp 5000 Fragebögen kamen zum TLV zurück. TLV-Chef Rolf Busch ist zufrieden. Doch er weiß auch, dass manches nicht so gut gelaufen ist. Gewiss, die Umfrage war anonym und freiwillig. Mit einem ausgeklügelten System kennzeichnete sich jeder und machte sich dennoch nicht erkennbar. Denn die Schulen waren angehalten, die Bögen zu sammeln und gemeinsam zum Lehrerverband zu schicken. Dies hätte man wohl anders regeln müssen.Ein Direktor im Schulamtsbereich Neuhaus soll auf einer Liste registriert haben, wer seinen Fragebogen abgab. Ein Schulleiter in Mittelthüringen, selbst TLV-Mitglied, bekam augenblicklich einen Wutanfall, als die Bögen an seiner Schule auftauchten, er kommentierte die Aktion so: "Die sollen sich nicht so haben" - und trat aus der Gewerkschaft aus. Verschreckt und ängstlich schwiegen viele Lehrer. Die paar Jahre bis zur Rente, da will man keinen Ärger. Die Schüler, die zu aufrechten Bürgern erzogen werden sollen, müssen davon ja nicht unbedingt was wissen.

 

Von Angelika REISER-FISCHER

 

 


tlv Umfrage zur Lehrergesundheit in Thüringen

 

01.11.2005 - Pressedienst 01.11.2005

tlv Umfrage zur Lehrergesundheit gestartet

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14.10.2005 - Thüringer Schule Nr. 10/2005

Die Ausgabe enthält den Fragebogen der tlv Umfrage zur Lehrergesundheit und erscheint in einer Gesamtauflage von 15 000 Stück

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14.09.2005 - Plakat der tlv Umfrage zur Lehrergesundheit

Die Ausgabe der Thüringer Schule Nr. 9/2005 enthält das Plakat

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Letzte Änderung: 03.07.2008 RSS    | Seite empfehlen | Druckansicht | pdf-Ansicht | Impressum