tlv thüringer lehrerverband (tlv) begrüßt Maßnahmenpaket des Bildungsministeriums – fordert jedoch echte Entlastung statt Verschiebung von Altersanrechnungsstunden
Erfurt, 18. März 2026 – Der tlv thüringer lehrerverband bewertet das heute vom Thüringer Bildungsministerium vorgelegte Maßnahmenpaket zur Sicherung der Unterrichtsversorgung und zur Entlastung von Lehrkräften überwiegend positiv. Viele der vorgeschlagenen Schritte – insbesondere der Ausbau praxisnaher Lehrkräftebildung, die Reduktion bürokratischer Vorgaben sowie die landesweite Vereinheitlichung digitaler Systeme – entsprechen seit Langem formulierten Forderungen des tlv.
„Alles, was Lehrkräfte im Alltag spürbar entlastet und den Beruf attraktiver macht, unterstützen wir ausdrücklich“, betont tlv-Landesvorsitzender Tim Reukauf. „Das Paket enthält zahlreiche sinnvolle Ansätze, von einer zielgerichteten Lehrergewinnung bis zum Abbau unnötiger Dokumentationspflichten.“
Kritikpunkt: Verschiebung der Altersanrechnungsstunden
Deutliche Kritik übt der tlv jedoch an der geplanten Verschiebung der Altersanrechnungsstunden. Diese Maßnahme soll nach Vorstellung des Ministeriums einerseits später einsetzen, andererseits leicht erhöht werden. Aus Sicht des tlv führt die Verschiebung jedoch faktisch zu einer Mehrbelastung älterer Kolleginnen und Kollegen, gerade in einem Lebensabschnitt, in dem viele Lehrkräfte bereits stark gefordert sind.
„Wer Altersentlastung nach hinten verschiebt, spart kurzfristig Stunden ein – aber auf Kosten der Gesundheit und Belastbarkeit der Lehrkräfte“, so Reukauf. „Das lehnen wir ab.“
tlv fordert echte Entlastung für ältere Lehrkräfte
Wenn das Land den Beginn der Altersanrechnungsstunden tatsächlich nach hinten verlegen will, muss es dafür kompensierende Entlastungen geben. Der tlv schlägt vor, die betroffenen Lehrkräfte verbindlich von besonders belastenden außerunterrichtlichen Aufgaben zu befreien, zum Beispiel durch:
- Keine Klassenlehrertätigkeit ab dem entsprechenden Lebensalter
- Entbindung von zusätzlichen bürokratischen Aufgaben
- Keine verpflichtende Teilnahme an Klassenfahrten
Diese Maßnahmen sollten nicht pauschal, sondern in enger Abstimmung mit den jeweiligen Kollegien erfolgen, um individuelle und schulische Gegebenheiten berücksichtigen zu können.
Herzliche Grüße
Ihr tlv thüringer lehrerverband
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Landesvorsitzenden Tim Reukauf unter
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