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tlv thüringer lehrerverband
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Austausch der tlv-Landesleitung mit Bundesvorsitzendem Tomi Neckov in Erfurt

Erfurt, 19. August 2026 Zu einem intensiven Arbeitsgespräch traf sich die Landesleitung des tlv thüringer lehrerverbandes mit dem Bundesvorsitzenden, Tomi Neckov, in Erfurt. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuellen Herausforderungen im Bildungswesen sowie die Aufgaben, denen sich Lehrkräfte, Schulleitungen und Interessenvertretungen auf Bundes- und Landesebene derzeit stellen müssen.

 

Nach dem Beginn des neuen Schuljahres bot das Treffen Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen zu analysieren und die Lage an den Thüringer Schulen einzuordnen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Belastungen für die Kolleginnen und Kollegen weiterhin auf einem hohen Niveau liegen. Neben dem anhaltenden Lehrkräftemangel wurde insbesondere die zunehmende Bürokratisierung des Schulalltags thematisiert. Viele pädagogische Fachkräfte sehen sich mit umfangreichen Verwaltungsaufgaben konfrontiert, die wertvolle Zeit binden und zulasten der eigentlichen Bildungs- und Erziehungsarbeit gehen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war die Gewinnung und Bindung qualifizierter Lehrkräfte. Die Gesprächsteilnehmer diskutierten verschiedene Ansätze, um den Lehrerberuf attraktiver zu gestalten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen an den Schulen nachhaltig zu verbessern. Dabei wurde deutlich, dass es sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene langfristiger Strategien bedarf, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen.

 

Großen Raum nahm zudem die Situation der Schulleitungen ein. Die Anforderungen an Führungskräfte im Bildungssystem steigen seit Jahren kontinuierlich. Neben pädagogischen Aufgaben müssen sie immer häufiger organisatorische, rechtliche und administrative Herausforderungen bewältigen. Die Landesleitung des tlv machte deutlich, dass Schulleitungen stärkere Unterstützung und spürbare Entlastungen benötigen, um ihren vielfältigen Aufgaben gerecht werden zu können.

 

Darüber hinaus wurden aktuelle bildungspolitische Entwicklungen in Thüringen und deren Auswirkungen auf die Schulen erörtert. Einigkeit bestand darin, dass Bildungsqualität nur dann gesichert werden kann, wenn Schulen die notwendigen personellen, finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen erhalten. Investitionen in Bildung seien Investitionen in die Zukunft und dürften daher nicht hinter anderen politischen Prioritäten zurückstehen.

 

Bundesvorsitzender Tomi Neckov zeigte großes Interesse an den Erfahrungen und Einschätzungen aus Thüringen. Der direkte Austausch zwischen Bundes- und Landesebene sei wichtig, um Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, gemeinsame Positionen zu entwickeln und die Interessen der Lehrkräfte mit Nachdruck gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten.

 

Das Treffen unterstrich einmal mehr die enge Zusammenarbeit zwischen dem tlv thüringer lehrerverband und dem Dachverband VBE. Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, sich weiterhin entschlossen für bessere Arbeitsbedingungen, eine spürbare Entlastung der Schulen und eine nachhaltige Stärkung des Bildungswesens einzusetzen.

 

„Die Herausforderungen an unseren Schulen sind vielfältig. Umso wichtiger ist es, dass wir die Erfahrungen aus den Ländern bündeln und gemeinsam Lösungen entwickeln. Der regelmäßige Austausch zwischen Bundes- und Landesebene ist dafür unverzichtbar“, betonte Bundesvorsitzender Tomi Neckov im Rahmen des Treffens.

 

Die Landesleitung des tlv wertete die Zusammenkunft als wichtigen Beitrag zur weiteren Interessenvertretung der Thüringer Lehrkräfte und sieht sich in ihrem Engagement für bessere Rahmenbedingungen an den Schulen bestärkt.

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