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Austausch zur Inklusion: tlv trifft Thüringer Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen

Tim Reukauf, Landesvorsitzender des tlv thüringer lehrerverband, traf sich heute mit dem Thüringer Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Dennis Petschner, zu einem intensiven fachlichen Austausch über die aktuelle Situation der Inklusion an Thüringer Schulen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven einer gelingenden inklusiven Bildung, die Frühförderung von Kindern mit Unterstützungsbedarf sowie die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften in den unterschiedlichen Förderbereichen.

 

Dennis Petschner, der im März 2026 vom Thüringer Landtag zum neuen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen gewählt wurde, setzt sich gemeinsam mit seinem Team für mehr Teilhabe und eine inklusive Gesellschaft in Thüringen ein. Die Aufgabe des Thüringer Landesbeauftragten besteht darin, die Interessen von Menschen mit Behinderungen zu vertreten und die Umsetzung von Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen voranzubringen.

 

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Thüringer Schulen vor großen Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, allen Kindern unabhängig von individuellen Voraussetzungen die bestmöglichen Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen. Der tlv machte dabei deutlich, dass Inklusion nur dann erfolgreich gelingen kann, wenn die notwendigen personellen, zeitlichen und strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Insbesondere der Mangel an sonderpädagogischem Fachpersonal, steigende Anforderungen im Schulalltag und ein hoher Unterstützungsbedarf vieler Schülerinnen und Schüler stellen Lehrkräfte zunehmend vor große Aufgaben.

 

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Bedeutung einer frühzeitigen Förderung. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass die Frühförderung eine entscheidende Rolle für den späteren Bildungsweg von Kindern spielt. Je früher individuelle Unterstützungsbedarfe erkannt und entsprechende Hilfen angeboten werden, desto größer sind die Chancen auf eine erfolgreiche schulische und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb müsse der Übergang von Frühförderung, Kindergarten und Schule noch stärker in den Blick genommen und besser verzahnt werden.

 

Ausführlich diskutiert wurden außerdem die Fort- und Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte. Die Anforderungen an Pädagoginnen und Pädagogen im Bereich der Inklusion wachsen kontinuierlich. Um diesen gerecht werden zu können, benötigen Lehrkräfte regelmäßig praxisnahe Qualifizierungsangebote zu den verschiedenen Förderschwerpunkten. Der tlv sprach sich dafür aus, entsprechende Fortbildungsmaßnahmen auszubauen, ausreichend Ressourcen bereitzustellen und Lehrkräften die notwendige Zeit für Weiterbildung einzuräumen.

 

Tim Reukauf betonte nach dem Gespräch:

„Eine inklusive Schule kann nur erfolgreich sein, wenn Anspruch und Wirklichkeit zusammenpassen. Unsere Lehrkräfte engagieren sich täglich mit großem Einsatz für alle Schülerinnen und Schüler. Sie benötigen dafür jedoch die notwendige Unterstützung, ausreichend Fachpersonal sowie verlässliche Fort- und Weiterbildungsangebote. Inklusion darf nicht allein eine Aufgabe der Schulen sein, sondern muss als gesamtgesellschaftliche Verantwortung verstanden und entsprechend unterstützt werden.“

 

Der tlv thüringer lehrerverband und der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen vereinbarten, den konstruktiven Austausch fortzusetzen und sich auch künftig zu bildungspolitischen Themen rund um Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe eng abzustimmen. Ziel bleibt es, die Bildungsbedingungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sowie die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in Thüringen nachhaltig zu verbessern.

 

Der tlv bedankt sich bei Dennis Petschner für das offene und konstruktive Gespräch und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit im Interesse einer inklusiven und chancengerechten Bildungslandschaft in Thüringen.

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